Über mich

Zwei Welten in mir

In meinem Leben habe ich schon viele Veränderungen durch gemacht. Ich war mal sehr schüchtern, dann nicht mehr. Inzwischen bin ich ein wenig schüchtern und etwas verlegen. Doch was mich immer begleitet hat, was das Gefühl, dass ich zwei Seiten in mir Trage.

Nein, ich meine jetzt nicht meine „Alltags-Persönlichkeit“. Die hat sich im Laufe der Jahre zwar auch immer wieder verändert, aber da ist mehr. Es ist die eine „gute“ Seite in mir. Die sich an die gesellschaftlichen Normen halten will. Von Frauen Sexuell nur nicht zu viel verlangen will. Auf jeden Fall eine Beziehung. Vielleicht sogar ein Kind und Heiraten (das war bis Mitte des Jahres ein ernsthaftes Thema für mich).

Und dann gibt es noch die Dunkle Seite in mir, die ich manchmal sogar vor mir selber verstecken möchte. Diese Seite will keine feste Beziehung. Und noch viel weniger eine Ehe oder Kind. Wenn Beziehung, dann maximal Polyamor und offen, aber auch dass nur im äußersten Fall. Diese Dunkle Seite macht mir selbst manchmal Angst.

Beim Sex schaffen manche Frauen diese Seite wach zu kitzeln. Wenn ich im Bett zu weit gereizt werde merke ich wie die „Brave“ Seite immer weiter verschwindet und die Dunkle Seite übernehmen will. Diese Dunkle Seite hat nicht mehr das Vergnügen der Frau als oberste Prämise, auch wenn diese sehr Willkommen ist. Nein, je weiter ich in diese Richtung drifte, desto mehr geht es nur noch um mein Vergnügen.

Ich habe Sorge diese Seite frei zu lassen. Habe keine Ahnung wie sich das alles entwickeln würde.

Doch dann fallen mir wieder die Momente aus meiner Pickup Zeit ein. Dort habe ich diese Dunkle Seite immer öfter herausgelassen. Kontrolliert. Wie ein zu lange eingesperrtes Monster das beim ersten Lichtstrahl Amok läuft. Das jedoch, wenn man es langsam wieder daran gewöhnt „frei“ zu sein gar nicht mehr so böse ist.

Natürlich, nicht annähernd so friedlich wie meine „brave“ Seite. Aber eben auch kein diabolisches Monster.

Es fühlt sich immer wieder so an, als würde ein Dämon in meiner Brust leben, der sich befreien will. Und mir fehlt es langsam nicht nur an der Kraft, sondern auch an dem Willen diesen Dämon noch länger zurückzuhalten.

Versteht mich nicht falsch. Das bedeutet nicht, dass ich jetzt zum schlimmen Frauenverachtenden Sexisten werde. Solche Menschen kann ich nicht leiden und möchte noch viel weniger selbst so sein. Doch ist für mich die Frage, ob ich weiterhin mich selbst Unterdrücken möchte, oder einfach meinen Trieben freien lauf lassen möchte.

Auf die gesellschaftlichen Normen einen Fick geben und Dinge tun, auf die ich Lust habe. Zum Beispiel, endlich mal in einem Porno mitspielen. Einem Porno, der nicht nur für daheim ist, sondern auch von vollkommen Fremden gesehen werden kann. Ich mag auch den Gedanken eines eigenen Kanals auf Pornhub.

Mir ist klar, dass dieser Schritt mich für einige Frauen ins Abseits schießen wird. Aber da meine letzte Beziehung für mich der letzte Versuch war ein Monogames „normales“ Leben zu führen ist das kein Hindernis mehr. Warum sich für etwas zurückhalten, dass keine echte Option mehr ist?

Noch ist mir nicht ganz klar, in welche Richtung es wirklich gehen wird. Klar ist nur, es muss sich etwas ändern…

2 thoughts on “Zwei Welten in mir”

  1. Lieber Maximo,

    stark von Dir, so offen darüber zu schreiben. Ich denke, wir kennen sie alle, diese Dämonen, Dunkle Seiten, oder auch schlicht gesellschaftlich nicht konforme Begehren. Erforsche sie weiter, geh dem nach, finde einen Weg, wie Du Diese Seite von Dir ausleben kannst. Wenn es Dir eine große Freude wäre, in einem Porno mitzuspielen, warum nicht? 🙂 Meine große Überlegung ist es zurzeit, in den Escort – Bereich zu gehen (Corona gibt mir die Möglichkeit, es genauer zu durchdenken, und spätestens wenn es die Impfungen gibt, und es wieder verantwortbar ist, soll meine Entscheidung stehen). Auch ein zweites Gesicht, was gesehen werden will, und etwas, das ich in diesem Leben ausprobiert haben möchte.

    Ich bin gespannt, wie es bei Dir weitergeht. Tollen Blog hast Du hier.
    Liebe Grüße,
    Amaryllis

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