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Just about feelings

Ein alter Text, aber immer noch irgendwie aktuell.

Es ist nur so ein Gefühl. Ein kleiner Satz und doch so viel Bedeutung für mich.

So einfach, so kompliziert. So leicht und doch so schwer. Eine Belanglosigkeit die mich den ganzen Tag beschäftigen könnte…

Für mich sind Gefühle so ziemlich, das unverständlichste das ich kenne. Es gibt Momente, da bin ich mir sicher zu Wissen was ich fühle.

Und dann gibt es diese Momente, wo ich an allen diesen „Gefühlen“ zweifle.

Diese Momente wo sich das Leben so leicht anfühlt. Es ist, als könnte mir alles gelingen. Momente wo ich mich einer anderen Person ganz nahe fühle. Wo ich glaube eine Seelenverwandte gefunden zu haben. Und doch Zerreißt der Vorhang und ich stelle das Ganze in Frage.

Fühle ich das wirklich. Sind diese Gefühle echt? Ist es vielleicht nur mein Trieb, der mich glauben lässt ein Gefühl wie Liebe zu spüren? Ist es nur mein Drang nach Körperlicher nähe, der mich glauben lässt verliebt zu sein?

Aber nein, dann würde ich jede Gelegenheit nutzen meinen trieben freien Lauf zu lassen. Würde jedes weibliche Wesen in meiner Nähe versuchen in sexuelle Machenschaften zu verwickeln.

Wirklich? Ist es nicht nur die Oberflächlichkeit meiner eigenen Person, die mich Angebote ausschlagen lässt? Aufgrund simpler optischer Merkmale zu entscheiden wenn ich Liebe und wenn nicht. Und nähere ich mich nicht sowieso jedem weiblichen Wesen so diskret wie möglich um herauszufinden, ob Sie an sexuellen Interaktionen interessiert wäre.

Nein nein, da gibt es dieses eine Mädchen….

DAS EINE? WOW, das Überzeugt total. Natürlich habe ich recht. Ich bin vermutlich ein ganz ehrenwerter Bursche, der sich seiner Gefühle wirklich Bewusst ist…

Soll ich lachen, oder fällt mir selbst auf, dass ich mich selbst verarsche…

Diese Diskussionen in meinem Kopf. Diese Konflikte in mir selbst.
Und ich kenne nicht die Antwort darauf.
Ich bin genauso der kleine Perverse wie ich der aufrichtige Gentleman bin.
Lustmolch und Romantiker.
Sexsüchtig und gefühlvoll.

Leider weiß ich nie. Welche Seite gerade die Oberhand hat.
Welches Herz schlägt denn gerade in meiner Brust?

Und noch viel wichtiger, ist es mein eigenes?Oder jage ich den Traum von anderen, einfach nur, weil ich es kann?

Es gibt viele Gefühle, doch es geht mir bei fast allen so. Lediglich die wirklich dunklen. Die Traurigen, die Ängstlichen und alle anderen dieser Sorte. Die weiß ich wo sind.
Die sind weggesperrt. Im tiefsten Keller meiner Seele.

SCHWÄCHE?

Nein, die kommt nicht ans Tageslicht.
Ich bin doch innerlich gewachsen.
Habe gelernt mich zu mögen. Wie kann ich da noch schlechte, negative, traurige Gefühle haben.

NEIN! Diese werden hier nicht gebraucht…

WIRKLICH?

Manchmal ist da dieses Gefühl. Manchmal löst sogar die Liebe dieses Gefühl aus. Die Traurigkeit ist das stärkste der „negativen“ Gefühle. Es will die Seele in den Arm nehmen und heilen. Nur ein paar Tränen, dann geht es wieder gut.
Ein paar Tränen der Heilung.

Aber nein, da kommt die automatische Gefühls-Polizei.
Sie sperrt das Gefühl wieder weg.

Ich möchte der Traurigkeit die Hand reichen. Möchte es zulassen. Möchte die Narben heilen lassen. Doch die Gefühls-Polizei hat die Traurigkeit schon wieder eingesperrt.
Keine Träne.
Nicht mal, wenn nahe, geliebte Verwandte sterben werden noch durch gelassen.

Es ist nur ein Gefühl, aber welches fühle ich wirklich, wenn sogar die Traurigkeit nicht mehr durch kommt…

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